Präsentation üben: Warum Du nie wieder von vorne anfangen solltest
Ich war als Schüler richtig gut darin, Gedichte auswendig zu lernen. Ich konnte sie fehlerfrei aufsagen, solange niemand mich unterbrach.
Denn sobald ich den Faden verlor, gab es nur einen Weg zurück: von vorne anfangen. Genauso war es beim Klavierspielen. Verspielte ich mich in Takt zwölf, rollten meine Finger automatisch zurück zu Takt eins. Anders ging es nicht. Ich bin einfach nicht mehr reingekommen. Weder in die Gedichte, noch in die Klavierstücke.
Lange dachte ich, das sei normal. Bis ich merkte, dass ich dieselbe Gewohnheit ins Präsentieren mitgenommen hatte.
Einmal von Anfang bis Ende durchlaufen. Und dann nochmal. Und nochmal, immer von vorne. Das Ergebnis: Ich kannte den Einstieg auswendig. Den Rest? Naja.
Seitdem übe ich Präsentationen anders. Nicht von vorne nach hinten. Sondern in Abschnitten, mal aus der Mitte, mal nur den Schluss, mal einen einzelnen Übergang. Das hat meine Art zu präsentieren grundlegend verändert.
Darum geht es in diesem Beitrag. Denn das Präsentation üben ist keine Frage der Quantität. Es ist eine Frage der Methode.
Vortrag halten lernen: Was die Besten anders machen (und Du auch kannst)
Ich erinnere mich an zwei Vorträge, die ich nie vergessen werde. Aus völlig unterschiedlichen Gründen.
Der erste handelte von Kunstgeschichte. Kein Thema, das ich mir freiwillig ausgesucht hätte. Und trotzdem saß ich 20 Minuten lang wie gebannt da. Die Rednerin erzählte Geschichten, machte Pausen, schaute mir gefühlt direkt in die Augen. Ich habe bis heute Dinge aus diesem Vortrag im Kopf.
Der zweite Vortrag handelte von einem Thema, das mich wirklich interessiert: Kommunikation und Wirkung. Klingt nach meinem Ding, oder? Und trotzdem driftete ich nach fünf Minuten ab. Folie um Folie. Stichpunkt um Stichpunkt. Eine Stimme, die gleichmäßig durch den Raum floss. Ohne Höhen, ohne Tiefen, ohne Pausen.
Seitdem beschäftigt mich eine Frage: Woran liegt das eigentlich?
Die Antwort ist unbequem, aber befreiend. Es liegt nicht am Thema. Es liegt an der Person, die vorträgt. Und vor allem daran, wie sie es tut.
Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Das bedeutet introvertiert sein für Deine nächste Präsentation
Eine Frage aus dem Trainingsalltag hat mich zu diesem Beitrag inspiriert. Es geht um Introvertiertheit. Konkret wurde ich gefragt, was introvertiert sein fürs Präsentieren bedeutet.
Spontan konnte ich natürlich antworten. Es ging danach viel um Lampenfieber. Aber die Frage fand ich so gut, dass ich sie nochmal im Detail recherchiert habe. Denn introvertiert sein ist mehr als nur Nervosität vor einer Präsentation zu spüren.
Bevor wir allerdings auf die Auswirkungen schauen können, sollten wir verstehen, was introvertiert sein überhaupt heißt.
Bei den Begriffen handelt es sich um zwei verschiedene Ausprägungen des Persönlichkeitsmerkmals der „Extraversion“. Persönlichkeitsmerkmale beschreiben, wie Menschen sich in bestimmten Situationen verhalten und fühlen.
Was bei Angst vor Präsentationen wirklich hilft
Es gibt viele Dinge, über die wir im Alltag nicht sprechen – die Angst vor Präsentationen gehört definitiv dazu. Und dabei betrifft sie viel mehr Menschen, als viele denken.
In der Attitude Behavior Gap-Studie zum Thema „Wie mutig sind die Deutschen wirklich?“ gaben ganze 22 % der Menschen in Deutschland an, Angst vor Präsentationen zu haben. Damit ist diese Angst weit verbreitet und für viele ein echter Stolperstein im Berufsleben, in der Schule oder auch im Studium.
In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, warum diese Angst so hartnäckig ist und was ihre Ursachen sind. Und vor allem, wie Du sie Schritt für Schritt überwinden kannst. Denn eines ist sicher: Du musst nicht für immer mit der Angst vor Präsentationen leben.
24 Tipps gegen Lampenfieber vor und während einer Präsentation
Kein Thema wird in meinen Trainings so häufig angesprochen wie Lampenfieber. Manchmal heißt es Nervosität, manchmal Angst vor einem Blackout. In englischen Trainings nennen wir es “Stage Fright”. Aber im Prinzip geht es immer um Nervosität vor einer Präsentation.
Diese kann dabei unterschiedliche Intensitäten haben. Bei einigen äußert sich Lampenfieber über leichte Aufgeregtheit. Andere wiederum spüren lähmende Panik.
Die positive Botschaft lautet: Gegen Lampenfieber kann man etwas tun.
Dieser Beitrag wird Ende November 2024 veröffentlicht. Er enthält zwar keinen Adventskalender, aber immerhin 24 Tipps gegen Lampenfieber :-).
Lasst uns vorher nochmal kurz darauf schauen, woher Lampenfieber überhaupt kommt.

