“Das moderieren wir einfach selbst” - der größte Fehler bei der Eventmoderation
Warum organisieren Menschen Events?
Nach meiner Erfahrung gibt es darauf eine ziemlich klare Antwort: weil sie wollen, dass andere Menschen eine gute Zeit haben. Es geht um Begegnungen, Austausch und Inspiration. Um Networking, um Inhalte und um eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Im besten Fall verlassen Teilnehmende ein Event mit dem Gedanken: Da möchte ich nächstes Jahr wieder hin.
Und genau dieser Gedanke ist entscheidend. Menschen kommen nicht wegen des Caterings zurück. Sie kommen nicht wegen der Goodie-Bags zurück. Und sie kommen auch nicht wegen der Namensschilder zurück. Sie kommen zurück, wenn sie sich gesehen, abgeholt und ernst genommen gefühlt haben. Wenn sie das Gefühl hatten, dass ihre Zeit gut investiert war.
Diesen Fehler machen alle am Anfang einer Präsentation
Wir Menschen entscheiden in Bruchteilen von Sekunden, ob wir jemandem zuhören oder nicht. Diese Entscheidung passiert weitgehend unbewusst und basiert auf einem Mix aus Körpersprache, Stimme und Auftreten. Vor allem geht es dabei um das, was in den allerersten Sekunden passiert.
Der Anfang einer Präsentation trägt daher eine enorme Bedeutung. Und trotzdem gibt es einen Fehler, den ich immer wieder beobachte. Egal ob im Unternehmenskontext, auf Konferenzen, in der Hochschule oder bei Pitch-Events: Er zieht sich durch alle Branchen, Altersgruppen und Erfahrungslevel.
In diesem Beitrag zeige ich Dir, welcher Fehler am Anfang einer Präsentation am häufigsten gemacht wird, warum er so weit verbreitet ist und wie Du ihn zuverlässig vermeidest.
Wie wir unsere Stimme so einsetzen, dass andere uns zuhören
Stellen wir uns vor, dass wir einer Person begegnen, die wir noch nicht kennen. Unsere erste Einschätzung basiert ausschließlich auf visuellen Eindrücken. Deshalb investieren wir selbst viel Zeit in unser äußeres Erscheinungsbild – Schminken, Stylen, Rasieren, Klamotten oder Augenbrauenzupfen. Daraus leiten wir Vermutungen ab, wie diese Person tickt. Soweit so gut.
Fängt sie dann an zu sprechen, können wir diese Vermutungen bestätigen oder verwerfen. Im Gegensatz zu unserem äußeren Erscheinungsbild investieren wir in der Regel kaum Zeit in die Wirkung unserer Stimme. Dabei sprechen wir pro Tag in etwa 16.000 Wörter.
Unsere Stimme bestimmt, wie überzeugend, sympathisch oder souverän wir wahrgenommen werden. Deshalb möchte ich mit diesem Beitrag die Aufmerksamkeit darauf lenken. Ich stelle fünf wesentliche Elemente der Stimme vor: Geschwindigkeit, Lautstärke, Melodie, Tonalität und Pausen.
Unsere Stimme ist eine Kombination aus Gewohnheiten dieser fünf Elemente. Und das Schöne ist: Gewohnheiten lassen sich ändern.

