Wie interaktive Moderation richtig geht (und wie nicht)
Neulich habe ich einen Startup-Wettbewerb moderiert. Gleich zu Beginn stellte ich dem Publikum zwei Fragen. Erste Frage: Wer ist heute zum ersten Mal dabei? Zweite Frage: Wer war schon einmal dabei?
Am Ende hatten sich alle gemeldet. Jede Person im Raum hatte sich einmal angesprochen gefühlt. Zwei einfache Fragen, zwei Mal Handheben und die unsichtbare Wand zwischen Bühne und Publikum war gefallen.
Den Rest des Abends lief das Zusammenspiel zwischen mir und dem Publikum wie von selbst. Nicht nur, weil das Programm so gut war. Sondern, weil der Grundstein in den ersten zwei Minuten gelegt worden war.
Das ist das Prinzip der vierten Wand. Der Begriff stammt aus dem Theater und bezeichnet die unsichtbare Grenze zwischen Bühne und Publikum. Solange sie steht, gibt es Akteure und Zuschauende. In dem Moment, in dem sie fällt, gibt es nur noch Beteiligte.
Interaktion ist kein nettes Extra. Sie ist das Herzstück jeder guten Moderation. Aber sie kann genauso viel kaputtmachen wie sie bringt, wenn man es falsch angeht. Genau darum geht es in diesem Beitrag.

